Michael Scharold wird neuer GF der KGaA

Dieses Thema im Forum "Neues aus Giesing" wurde erstellt von IMMORTAL1860, 9. Januar 2018.

  1. IMMORTAL1860

    IMMORTAL1860 Moderator
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    Was seit Tagen ein offenes Geheimnis ist, ist nun fix! Michael Scharold wird, via 50+1, neuer Geschäftsführer der KGaA!
    Die Gesellschafter der KGaA konnten sich zuvor am Montag ,in einer Beiratssitzung, auf keinen gemeinsamen Kandidaten einigen.

    Der 37-jährige Diplom-Kaufmann tritt somit die Nachfolge von Markus Fauser an und soll den Sanierungsplan der KGaA weiterführen und für Kontinuität sorgen.

    Michael Scharold ist seit April 2017 im Klub als „Head of Finance“ angestellt, benötigt somit keine Einarbeitungsphase und kennt das „Zahlenwerk“ der Löwen. Ex GF Ian Ayre holte Scharold von S04 zu den Löwen.

    Der Sanierungsexperte Markus Fauser, kehrt mit sofortiger Wirkung zu Anchor zurück.

    Die Pressemitteilung der Löwen:

    http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/3474.htm
     
  2. bla1860

    bla1860 Junglöwe

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    Ich halte mich heute auf db24 aus der Diskussion raus.

    Aber da die Seite hier nicht so stark frequentiert ist, auch hier und an Dich die Frage:

    Wo steht bzw wer sagt, dass 50+1 gezogen wurde?
     
  3. IMMORTAL1860

    IMMORTAL1860 Moderator
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    Sers Bla,

    Das ist der Infostand den db24 hat.
    Die SZ und AZ haben wohl die gleichen Infos.

    Dito.

    Komm auch arbeitsmäßig aktuell nichtmal dazu zu lesen was geschrieben wird.

    Meine Meinung:
    Ich finds Schade das man sich nicht aufeinander zu bewegt hat bzw nicht eine Kompromisslösung gefunden hat.
    Ich hab neulich mal geschrieben das so eine z.b wäre: Scharold GF und Gerber SD.

    Ich halte die Entscheidung „pro Scharold“ aber für vernünftig und nachvollziehbar, da er eingearbeitet ist in die Zahlen und den Sanierungsplan kennt. Da aktuell die Transferperiode ist und die Planung für die neue Saison( Ligaunabhängig) im Hintergrund laufen sollte, glaube ich wäre ein neuer von Extern nicht die richtige Wahl gewesen. Andersrum halte ich persönlich es für unverzichtbar einen SD anzustellen, da Scharold nicht vom „sport fach“ ist und man Biero entlasten sollte- spätestens nach dem möglichen Aufstieg in Liga 3, lieber aber noch davor wegen Kaderplanung/Transfers.
     
  4. bla1860

    bla1860 Junglöwe

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    Jo, habs jetzt mittlerweile auch vermehrt gelesen.

    Da muss man dann aber auch fragen was genau Ismaik damit bezweckt hat einfach nochmal genau den Kandidaten zu präsentieren der im Somer schon abgelehnt wurde.
    Das spricht jetzt auch nicht gerade für hohe Kompromissbereitschaft.
    Zu einer solchen Lösung wird es im Sommer ja ziemlich sicher auch kommen. Gerber wirds zwar nicht sein, aber grundsätzlich scheint die Lösung Scharold GF + SD (Mister X) ja schon geplant. Zumindest für Liga 3.

    Eben.
    Das ist ja der Punkt den viele vergessen (zumindest die üblichen Verdächtigen im Kommentarbereich von db24).
    Rein fachlich und logisch gesehen ist Scharold eine sehr gute und vor allem vernünftige Wahl.
    Von daher finde ich die Kritik am Ziehen von 50+1 auch eher unangebracht, da die Entscheidung ja (vermutlich) richtig war.

    Joa..
    Bin da grundsätzlich ähnlicher Meinung. Aber halt erst ab Liga 3. Weiß nicht ob das in der RL so wichtig und auch wirtschaftlich vernünftig ist.

    Alles in allem stört mich, und da kann/soll sich auch @Oliver Griss angesprochen fühlen, dass es Leute gibt für die "Kompromissbereitschft" und "gegenseitiges annähern" scheinbar schlicht und einfach bedeutet, dass Ismaiks Wille durchgesetzt wird.
    Denn du schreibst es ja selbst.. ganz neutral gesehen ist Scharold eine richtige, sinnvolle und logische Wahl.
    Und wenn der e.V. das so sieht und Ismaik scheinbar nicht.. naja dann muss der e.V. ja quasi 50+1 ziehen..

    Und was man so liest hat Gerber ja nichtmal ne Bewerbung eingereicht.
    Seine Vita ist die letzten Jahre jetzt auch nicht gerade überragend bzw schlicht und einfach seit 5 Jahren ein leeres Blatt Papier.
    Und in Regensburg hat er sich am Ende alles andere als mit Ruhm beckleckert.
    Sonderlich seriös klingt das jetzt alles auch nicht.

    Von daher weiß ich nicht ob es nicht ein bisschen sehr kurz gedacht ist, dass dieser Kandidat einfach durchgedrückt werden muss nur weil er von Ismaik ist und man dem e.V. damit evtl eins auswischen kann.
     
  5. Snoopy.

    Snoopy. Löwe

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    Ich hab ehrlich gesagt das Gefühl, dass der Investor auch bewußt provoziert. Gerade mit solchen Foderungen die auf Grund der Statuten gar nicht efüllt werden können (50+1 Verzicht, Jugend in die KGaA) bzw. erst mal die Mitglieder dem Zustimmen müssen. Dann kommt man mit dieser "großen Müncher Persönlichkeit" die vor einem halb Jahr keine Sau auf gut Deutsch kannte. Und nur weil er irgendwann mal vor 40 Jahren ein Löwe war ... nun bei einigen reicht das völlig als Qualifikation. Und wenn jemand innerhalb kurzer Zeit eine Milliarde verliert ... nun, sagt doch auch was aus. Nebenbei bemerkt: die Internetseiten seiner Firmen sind auch gut 3 Jahre zurück. Egal welche Seite man nimmt: Stand 2015. Wir sind ja immer noch 2. Liga, wenn man sich das anssieht. Seit 3 Jahren hat ein "Investment"-Mensch die gleichen Dinge auf den Seiten stehen. Wundert.

    Dazu kommt die Frage, ob Gerber wirklich gewollt hätte. In einem Interview hat er ja im Sommer schon gesagt, es würde ihn reizen, aber nur gemeinsam. Zu der Geschichte in Regensburg braucht man auch nicht viel sagen, ist schon irgendwie seltsam, was da unter Gerber und seinem Bruder so alles passiert ist.

    Ich glaub auch nicht, dass man so wie es gerne auf der Hauptseite gesagt wird, dass man nur "Amateur" bleiben will. Ist eh das einzige Argument, was sie gegen den e.V. haben. Halt noch, dass diese nicht wie Cassalette bei ihm hinten rausschauen und winken, also im Grunde das machen, was Ismaik will. Ich hab das an dem Freitag schon geschrieben: jetzt wird nach den Regeln des e.V. gespielt. Wenn er nicht mitspielen will: bitte. Für mich hat Ismaik eh keine Zukunft in dem Verein und wenn man ihm eine gibt, wird der TSV keine haben. Dazu hab ich nach wie vor die persönliche Meinung: Er kann gar nicht mehr unterstützen.

    Jetzt ist die Sache mit dem GF erst mal erledigt, mal sehen, wie lange er sich halten kann. Jetzt heißt es, das sportliche auf die Reihe zu bringen, auch ohne Geldgeber Ismaik mit seinen "großen" Namen. Mit einem könnten die "Freunde des Hasan" recht haben: er kann wirklich warten, bis 50+1 fällt. So lange ist er halt "Zuschauer". Und wenn sie fällt, wird er zusehen, dass er seine Anteile nebst Schuldscheine an einen anderen verscherbelt.
     
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  6. Galactic Cowboys

    Galactic Cowboys Kleinlöwe

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    Guten Abend! Ich sehe das eigentlich ähnlich wie du. Ich wünsch dir noch einen schönen Abend! Gruss Thomas!
     
  7. ICFPFALZ

    ICFPFALZ Löwe

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    Allein die undurchsichtigen Aktivitäten von Gerber bei Jahn haben Ihn als GF disqualifiziert. Ich muss aus dem Gefühl heraus gestehen dass mir die Vita von Scharold und der aktuelle Weg, sofern man das so bezeichnen kann zusagt.
     
  8. Bauerngirgel

    Bauerngirgel Kleinlöwe

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    Die Logik "viel Geld reinpumpen, ohne Sachverstand zu bemühen, ein Gesamtbild zu haben und die Rahmenbedingungen zu berücksichtigen" hatten wir schon mal. Sie ist in der Saison 2016/2017 grandios gescheitert.

    Ich bin dagegen, Einwürfe von Ismaik a priori abzubügeln. Aber der Verein darf sich guten Gewissens querstellen, wenn die Vorschläge Ismaiks nicht fundiert sind, nicht vorab abgesprochen und begründet werden und auch kein schlüssiges Gesamtkonzept dahinter steht. Entweder Ismaik arbeitet richtig und dauerhaft und konstruktiv in den Gremien mit, dann ist es aber nicht mit GF-Hiring alle Jahre getan. Wenn er das nicht will, dann er soll den stillen Teilhaber machen und auf bessere Zeiten hoffen, wenn er schon partout nicht verkaufen will.
     
  9. Snoopy.

    Snoopy. Löwe

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    Die Gremien arbeiten doch nicht mit ihm. Oder wollen nicht. Mal so nach seiner Aussagen nach zu beurteilen. Seltsamerweise in den letzten Jahren so relativ jeder in irgendwelchen Gremien mit Ausnahme von Cassalette, aber da hat er ja freie Hand gehabt.

    Wenn ich kein Fundament habe, kann ich kein Haus bauen. Wir hatten kein Fundament und mit den restlichen Entscheidungen in der letzten Saison ist das ganze zusammengekracht. Schuld war der Investor auch nicht, er wurde falsch beraten, also wieder die anderen. In dem letzten halben Jahr hat man nichts von ihm gehört, jetzt, nach dem die Posten belegt sind, trötet er wieder los. Und tritt auch noch nach, aber im Grunde ist das jetzt auch nicht Neu.

    Jetzt will er in ein paar Tagen seine neuen Vertrauenspersonen vorstellen. Gut, da kann er vorstellen wen er will, von mir aus auch noch dreifach klonen, hilft halt nichts, denn im Moment sitzt der e.V. einfach am längeren Hebel, durch die 50+1. Dazu sind die nächsten 18 Monate durchfinanziert, was beide Seiten bestätigt haben. Viel kann er im Grunde nicht machen außer zu versuchen, die Fans wieder auf seine Seite zu ziehen mit großen Namen zum Jubeln, die einen wieder von was auch immer träumen lassen.

    Ich kann Scharold nicht einschätzen, dazu ist er für mich zu weit weg. Ob das mit dem 5 Jahres Plan funktioniert oder nicht, wird man sehen. Ich denke eher oder nicht. Außer der e.V. macht mit einem dritten ein "Gschäfterl" und verkauft von seinen 40% noch so etwa 99%. Ohne einen entsprechenden Geldgeber (oder den Plural davon) oder solche, die lieber "Sponsoren" genannt werden wollen, wird es nicht gehen. Und so lange 50+1 noch gültig ist, steht Ismaik immer noch da, wo ich ihn schon im Sommer geparkt habe: im Abseits. Er kann nur zusehen oder die Spielregeln des e.V. befolgen, wenn er mitspielen will. Und er hat sich selbst ins Abseits gestellt mit seinen Forderungen inklusive dem "4. Liga fallen lassen". Das war die Gelegenheit, die der e.v. nicht gehabt hätte, wenn er die 3. Liga finanziert hätte. Rechtzeitig und ohne diese nicht erfüllbaren Forderungen.

    Wie das in Zukunft funktionieren soll ist fraglich. Nicht nur dieser "e.V. vs. Ismaik" Spielchen, dass sich halbjährlich wiederholt, sondern überhaupt. Im Grunde hat man sich 18 Monate Zeit gekauft. Mehr aber auch nicht.
     
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  10. ICFPFALZ

    ICFPFALZ Löwe

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    Ich hab immer noch das Gefühl, der Supergau kommt diesen Sommer.
     
  11. Bauerngirgel

    Bauerngirgel Kleinlöwe

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    Welchen Supergau fürchtest du?
     
  12. hamann

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    Wenn die Inhalte vom Kicker stimmen, müsste man Scharold eigentlich vom Hof jagen, statt ihn zum Geschäftsführer zu ernennen. Fraglich ist allerdings auch, warum Ismaik das nicht einfach anspricht. Ich hoffe, dass hier eine Stellungsnahme des Vereins, und die muss einfach kommen, für Aufklärung schafft.
     
  13. Snoopy.

    Snoopy. Löwe

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    Den von heute?

    Wobei das für mich kein Supergau ist. Jeder hat gewußt, dass man in der letzten Saison ein Millionengrab aufgemacht hat. Okay. Wissen vielleicht nicht, aber denken. Ich bin ehrlich gesagt mit den 20 Mio. Defizit überrascht, ich dachte es sind mehr. Dafür, was am Ende rausgekommen ist, ist das im Grunde ein "No Go", aber was soll's. Andere Vereine kommen mit dem Geld 3 Jahre aus und stehen nicht die meiste Zeit der Saison über mit einem Bein in der 3. Liga. Aber darüber sich noch aufregen, lohnt sich auch nicht mehr.

    Wenn jemand - wer auch immer - diese Mails an den Kicker zuspielt, ist es auf gut Deutsch ein Schweinehund. So was gehört sich nicht, egal ob das jetzt von der e.V. Seite oder von der Investorenseite kommt. Dazu frag ich mich, wieso man da jetzt so ein Fass aufmacht. Dass es nicht billig ist, einen Fauser zu installieren (billiger als gedacht) war klar. Dass diese Gutachten Geld kosten: ist auch klar. Allerdings laut Aussage des Investors hat Fauser ja eh nichts gemacht, Power war's. Dann also auch mit dem Geld.

    Ich hab ja schon in den letzten Monaten geschrieben, dass es nicht vorbei ist. Die Schlammschlacht fängt erst an und ich bin mir sicher, dass von Ismaik noch die eine oder andere "Überraschung" kommt, an der er wie immer völlig unschuldig ist, weil die bösen vom e.V. einfach sein Geld beim Fenster raushauen für so Ribarmars, Pereira's und anderen Schmock. Er wird jetzt zusehen, dass er wieder einen Boden unter den Füßen bekommt, was allerdings schwer werden wird. Natürlich wird der einen oder andere wieder Jubeln und sich sonst was erträumen nur nützt das alles nicht, denn der längere Hebel ist im Moment beim e.V. Ismaik kann zusehen, mehr kann er nicht machen, mal so lange 50+1 existiert. Er steht immer noch im Abseits und er kann jetzt mit Personen aufwarten, mit wem er auch will. Ändern wird sich erst mal nichts, er ist aus dem Spiel.

    Als ich nach dem Religationsspiel aus dem Stadion gegangen bin, war das auch Thema. Bei einem Abstieg in die 3. Liga war meine Meinung, dass sich nichts ändern wird und ein Abstieg in die 4. Liga notwendig wäre, um Grundlegendes zu ändern. Dass Ismaik den Gefallen auch wirklich macht: war ich etwas überrascht. Aber nur durch das Fallen lassen in die 4. Liga war es möglich, ihn sozusagen aus dem Spiel zu nehmen. Wenn er die 3. Liga finanzier hätte, hätte der e.V. keine Argumente gehabt und auch keine Möglichkeit. So war der Schaden (4. Liga) schon da, da ging's dann doch einfacher. Und er hat sich selbst den K.O. sozusagen verpasst.

    Beide Seiten haben (Fauser schon im Dezember) bestätigt, dass die nächsten 18 Monaten finanziert sind. Scheint also glaubhaft zu sein und somit bleib auch einem Ismaik erst mal nichts übrig, als zuzusehen. Da kann er in den Aufsichtsrat der KGaA schicken, wen er will, die 50+1 gilt zur Zeit, egal welcher Name das sein wird. Der e.V. hat das letzte Wort und jetzt kann er auch das letzte Wort anwenden, denn man ist sozusagen nicht mehr direkt von Ismaik seinem Geld abhängig, wie noch zuvor. In der 3. Liga wäre dieses Spielchen nicht möglich gewesen.

    Wenn das mit den angeblichen 300.000 Euro für 1. Mio. bei Scharold stimmt, ist das sehr zweifelhaft. Aber Ismaik braucht da nicht dagegen schießen und sonst was auf die Beine stellen, denn Gerber und Regensburg. Ist auch nicht koscher. Und dieser Schweizer ist ebenfalls ein wenig zweifelhaft. Dazu kommt noch das er an dieser Personal-Chefin (oder was auch immer) anscheinend festhalten wollte, die ja auch ganz gut verdient hat.

    Im Grunde ist diese "Ehe" so kaputt, dass man einen Scheidungsrichter bräuchte. Wobei bei dem Wort "Ehe" mir da so in den Sinn kommt, dass der e.V. wohl in der Ehe die Rolle der Ehefrau abgeben sollte, wenn es nach Ismaik geht. Also ohne Rechte, wie es halt in dem arabischen Raum üblich ist. Man kann jetzt argumentieren: 60% bei Ismaik. Ja, kann man. Nützt nur nichts, denn der e.V. hat das Schlusswort, dieses Recht ist ihm durch 50+1 gegeben. Das es innerhalb vom e.V. auch nicht alles so super toll ist und da auch das eine oder andere ziemlich im argen liegt ist auch klar. Da schmeckt das eine oder andere schon auch recht komisch und ist eher was für die Kotztüte. Aber wenn ich zwischen zwei Übel wählen kann, dann wähle ich das kleinere und das ist der e.V.
     
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  14. Galactic Cowboys

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    Morgen. Das sich Hasan Ismaik selber ins aus manövriert hat konnte man auch in der Zeit und anderen lesen. Was ich tragisch finde ist wie man so blond sein kann wie ein Herr Griss und immer die schuld dem E.v zuschiebt. sollte auch nicht sein. Für mich ist es auch Fakt das es noch keinnen gab der mit Ismaik zusammenarbeiten konnte. Und das was Cassalette gemacht hat war für mich keine zusammenarbeit.
     
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  15. Bauerngirgel

    Bauerngirgel Kleinlöwe

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    Ein GAU wäre für mich etwas für 1860 Existenzbedrohendes. Das sehe ich nicht.

    Wie kann es weitergehen mit den beiden Gesellschaftern der KG?

    Entweder man stellt die KG schnell auf gesunde Beine. Das geht im Grunde nur, wenn Ismaik viel investiertes Geld abschreibt. Danach kann man überlegen, wie man gemeinsam (!) und mit wirtschaftlicher Vernunft (d.h. im Wesentlichen aus eigener Kraft) weitermacht und nach oben kommt. Das würde in mehrfacher Hinsicht ein Umdenken bei Ismaik voraussetzen: Die Bereitschaft, gedanklich das Engagement der letzten Jahre als Lehrgeld zu verbuchen und die Bereitschaft, sich auf die mühsame und langsame Logik eines Provinzvereins einzulassen, dem mit "think big" nicht zu helfen sein wird.

    Oder man sucht die Konfrontation, lässt die KG an die Wand fahren. Insolvenz. Auch dann wird Ismaik sein Geld abschreiben müssen. Die KG wird abgewickelt, der e.V. wurstelt erst mal alleine weiter. Wenn man es je wieder in den Profibereich schaffen sollte, kann man ein neues Konstrukt machen und ggf. neue Partner suchen. Das ist nach meiner Kenntnis (bin kein Jurist) wohl der einzige Weg, Ismaik loszuwerden. Wäre ein bitterer, aber sauberer Schnitt. Ob das Konsequenzen für den Spielbetrieb hätte (d.h. einen weiteren Abstieg), weiß ich nicht. Markenrechte und Jugendarbeit sollten unberührt bleiben, ein Neuanfang als TSV 1860 also möglich sein.

    Oder - und das ist die derzeitige Richtung: Man macht weiter wie bisher, lässt die KG im ökonomischen Wachkoma und bekriegt sich nach Kräften, wann immer sie zucken muss (z.B. wenn ein GF zu besetzen ist). Das ist aus meiner Sicht die schlechteste Alternative. Ismaiks Forderungen ruhen, auf der KG lastet eine riesige Bürde für die Zukunft, und wer immer sich engagieren will (sei es als Investor, sei es als Funktionär auf Vereinsseite), weiß, dass er mit Ismaiks Altlasten zurechtkommen muss.

    Der Verein hat in Ismaik erst den Heilsbringer mit den tiefen Taschen gesehen, dann die lästige Nervensäge, die man nach Kräften ausgrenzt. Als das Kind schon im Brunnen lag, hat man sich ihm ausgeliefert, der seinerseits leider zu schwach und ahnungslos war, um mit diesem Spielraum und seinen Mitteln etwas Vernünftiges zu schaffen. Dann kam der Knall und jetzt stehen wir eben da, wo wir sind.
     
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  16. Snoopy.

    Snoopy. Löwe

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    Ob und wie es mit den Gesellschaftern weiter gehen kann ist fraglich, ich persönlich denke, da sind die Gräben zu tief und die Richtungen zu unterschiedlich. Demnach sehe ich keine Zukunft für eine Forführung dieser geschäftlichen Beziehung, falls man das so sagen darf.

    Die KG auf gesunde beine Stellen wird schwer. In der Vorjahresbilanz war der Bilanzverlust schon bei 40 Mio. Euro, die letzte Saison mit dem angeblichen Minus von 20 Mio. noch dazu. Ein Schuldenschnitt wäre hier von Vorteil, aber ich denke, Ismaik wird das nicht in Betracht ziehen. Ich glaube auch nicht, dass bei Ismaik ein Umdenken einsetzt. Er liebt große Namen, dazu will er halt auch nicht der einzige Investor im Fußball sein, der es zu nichts bringt und mit 20 Mio. Miese und einem "super Kader" mit einem "super Trainer" abrutscht.

    Insolvenz ist das letzte Übel, das man anstreben sollte, vor allem, da eine bewußt herbei geführte Insolvenz nicht ganz so rechtlich komform geht. Wenn eine Insolvenz kommen sollte (was ich nicht glaube), dann müsste man das in Eigenverwaltung auf die Reihe bringen, sonst bist du das, was Ismaik ist: Zuschauer ohne eine Möglichkeit des Eingreifens. Was dann mit dem Grund an der 114 passiert ist überaus fraglich, dass kann auch einem in die Hände fallen, der mit Sport nichts zu tun hat. Eine Insolvenz ist nicht kontrollierbar, mal nicht für den TSV.

    Nicht nur der Verein sieht Ismaik als Heilsbringer. Oder hat ihn so gesehen. Viele Fans sehen ihn immer noch als Heilsbringer, warum auch immer. Zugegeben, ich habe noch kein nordkoreanisches Ausbildungslager für sinnloses Jubeln besucht, aber ich sehe ihn ihm keinen Heilsbringer. Die Möglichkeit, seiner eigenen Firma Geld zukommen zu lassen (wie auch immer) ständig an Forderungen zu binden, die den Mitgesellschafter unterdrücken bzw. den Mitgesellschafter mit erpresserischen Methoden zu zwingen, finde ich nicht in Ordnung. Schon gar nicht, wenn diese Forderungen nicht erfüllt werden können.

    @Galactic Cowboys
    Der e.V. ist nicht ganz unschuldig an der Situation und er war auch nie unschuldig. Egal welches Präsidium man hernimmt. Was allerdings gerne im Größenwahn und in der Vorstellung, dass der TSV einer der großen Vereine zu sein hat, übersehen wurde ist, dass man bei Unterschrift unter die Forderungen wohl überhaupt keinen Fußball mehr sehen würde. Mal keinen im Lizenzbereich. Bei dem einen oder anderen hab ich auch das Gefühl, das es was persönliches ist. Man hat sehr viel von der letzten Saison erwartet, weil man Spieler hatte wie Aigner, Ribamar, Andrade, Ba und so weiter, dazu noch einen CL-Trainer und einen Manager mit dem Namen Ayre. Für den einen oder anderen stand der Aufstieg bereits in der Rückrunde schon fest, spätestens in 2018 war man gedanklich schon bei den großen mit dabei. Es kam halt völlig anders, als in den Wünschen und Träumen. Dazu kam dann noch, dass nach dem sportlichen Abstieg auch noch ein zweiter Abstieg erfolgte. Somit haben sich die Träume erst mal völlig erledigt und der Aufprall in der Realität war wohl eher ein Genickbruch für so manchen.

    Wenn dann noch solche Sprüche und Aussagen von Ismaik kommen wie "an der 50+1 vorbei", wie in der SZ zu lesen war, dann frag ich mich schon, welches Rechtsverständnis da vorhanden ist. Wenn ich etwas an Regularien vorbei mache, kann das böse enden. Bewußt an der 50+1 etwas vorbei zu machen wird es nicht mehr geben, nicht so wie unter Casallette. Und das da 50+1 ausgehebelt wurde, dürfte jedem klar sein. Wenn man dann noch einen Schritt weiter geht und sich anhört, wen Ismaik da in der KGaA sehen will, dann frag ich mich schon, ob da nicht irgendwo etwas falsch läuft. Gerber mit Regensburg ist genauso unkoscher wie Scharold mit den 300.000. Dann aber noch diesen Philippe Huber aus der Schweiz da reinnehmen zu wollen ... verstehe ich nicht. Gerade letzter hat alles andere als eine weiße Weste, wenn man dem Glauben schenken darf, was da so über ihn geschrieben steht. Ich hab das Gefühl, dass Ismaik lieber auf "dubioses" steht, mal von den Namen her. Und beide Kandidaten sind im Sommer schon "durchgefallen".
     
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  17. Galactic Cowboys

    Galactic Cowboys Kleinlöwe

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    Ich würde auch nie behaupten das der E.v unschuldig ist. In meinen augen war der anfang vom Investorentraum auch das Ende. Warum? Ganz einfach: Soweit ich das mitbekommen habe lag das kind 2011 dermassen tief im Brunnen das ich heute denke der Tsv brauchte ganz zügig Geld, und der einzigste der gefunden wurde war eben Hasan Ismaik. Und so wie ich das mitbekomme war es ja auch relativ schnell so das Ismaik die Macht wollte. In anderen vereinen klappt das besser. Hoffenheim, Rb Leipzig. Auch die partnerschaften beim grossen nachbarn (Bayern) gehen ja in die richtung. Ich finde da die partnerschaft mit Khatar sehr fragwürdig. Aber so ist der moderne sport eben. Nur noch Kohle und Macht. Und selbst wenn 60 irgendwie überlebt ist es mit dem grossen brocken (Bayern) schwierig attraktive Werbepartner und so zu gewinnen. Und durch das momentane schauspiel 2011-18 macht man sich für die wirtschaft ja nicht gerade interessant.
     
  18. Snoopy.

    Snoopy. Löwe

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    Für mich war der Anfang vom Ende, als man das Grünwalder gegen die Allianz Arena eingetauscht hat. Ich sag jetzt nicht, dass es mit Frötmaning gar nicht hätte funktionieren können, aber als der Abstieg in die 2. Liga kam hätte man spätestens nach dem 2. Jahr aus der Arena raus müssen. Stattdessen hat man an alles ein Preisschild gemacht oder "fast geschenkt" darauf geschrieben, wie bei den Anteilen von der Arena, was schlussendlich auch nur vom Hand in den Mund war. Und die Spirale drehte sich immer schneller nach unten. Und das Tafelsilber musste verkauft werden, was dem Ziel "Aufstieg", dass ja jährlich auf's Neue quasi als "running gag" zu hören war, auch nicht gerade gefördert hat.

    Wenn ich mir so die Plazierungen vor Ismaik seit dem Abstieg ansehe (4 | 13 | 8 | 11 | 12 | 8 | 9) waren wir im ersten Jahr "nah dran", dann doch recht weit weg. Als 2011 das "Lich aus" drohte, hat man zu schnell gehandelt. Dieses zu schnell resultiert auch draus, dass es schlicht und einfach zu spät war, bis man reagiert hat. Irgendwie kam dann diese Partnerschaft mit Ismaik zustande. Darauf war zu hören, dass man das Tafelsilber nicht mehr so verscherbeln muss. So ganz stimmt das wohl auch nicht, aber sportlich waren wir mit 6 | 6 | 7 doch recht stabil. RB Leipzig kam 2014 in die 2. Liga, Hoffenheim war schon in der 1. Liga. Beides - wie auch der TSV - Investorenvereine. Und in dem Jahr, in dem die Sachsen kamen, fand bei uns der große Umbruch statt. An einen Zufall glaub ich da nicht. Seit dem hat man versucht den Schaden, den man damals angerichtet hat und gerade mal noch so in der Liga bleiben konnte, zu reparieren. Allerdings eher nach der Methode "Schnellreparatur" und weil's der eine nicht kann, darf ein anderer ran. Ergebnis ist bekannt, besser als Platz 15 waren wir in den letzten 3 Jahren nicht. Bis dahin, dass man irrsinnige Summen ausgegeben hat und unter dem Strich der Abstieg stand.
     
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  19. Bauerngirgel

    Bauerngirgel Kleinlöwe

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    Hinterher ist man immer schlauer.

    Als Bundesligist ist jede langfristige Investition mit dem Risiko des Abstiegs verbunden. Alle Einnahmen hängen zeitnah und unmittelbar am sportlichen Erfolg, ob Fernseheinnahmen, Sponsorengelder, Merchandising oder Zuschauereinnahmen. (Fast) niemand kann sich, wenn er heute ein Jugendzentrum oder ein Stadion plant, sicher sein, dass er in vier oder fünf Jahren, wenn das Vorhaben fertig sein wird, noch in derselben Liga spielt. Dass im Falle 60 und Arena sowohl der finanzielle Aufwand als auch das sportliche Risiko (verglichen mit anderen Vereinen und deren Vorhaben) sehr hoch war - keine Frage. Dass Prestigespielchen reingemurkst haben - ebenso abgehakt. Aber auch bei umsichtigerer Betrachtung: ohne Risiko gehts nicht. Und: Hätte 60 damals eine Alternative gehabt?

    Der große Murks aus meiner Sicht war, dass man auch nach dem zweiten Zweitligajahr immer noch keine Reißleine gezogen hat. Man kann ein Jahr lang Betriebsunfall spielen, den Erstligabetrieb auf Pump weiterlaufen lassen, um als Erstligist, der sich eigentlich nur verirrt hat, schnell wieder oben zu sein, aber wenn das nicht eintritt, muss man sich eben den Realitäten stellen und ganz schnell Strukturen und Ausgaben der kargen Zweitligarealität anpassen. Und das ist ausgebileben, weil wir sind ja der tolle und einzigartige TSV, für den Natur- und Marktgesetze nicht gelten dürfen. (Und für diese Zweitligasituation hätte man auch in Sachen Arenanutzung von Anfang an vertraglich einen Plan B haben müssen) Wir haben 11 oder 12 Jahre lang so getan, als seien wir nur ein Erstligist auf Irrfahrt.

    Der Vergleich mit Hoffenheim oder Leipzig hinkt für meine Begriffe: Dort gab es Investoren mit Plan, die sich ihr Vehikel zur Umsetzung des Planes gesucht haben. Bei uns kam aus dem Nichts die Gelegenheit, und dann war da ein impulsiver sprunghafter reicher Mann, der sich Knall auf Fall entschieden hat, dass ein deutscher Zweitligist eine coole Anschaffung wäre. Und unter diesem dramatischen Missverständnis leiden beide Seiten bis heute.
     

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