Das Sechzger Stadion

Dieses Thema im Forum "Grünwalder Stadion" wurde erstellt von greawoida, 7. Februar 2017.

  1. greawoida

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    6
    Auch wenn eine Rückkehr ausgeschlossen ist, das geilste Stadion Münchens ist und bleibt das Greawoida, unsere Heimat. Sollte es Hassan Ismaik wirklich hinkriegen mit einem neuen Stadion, sollten wir das ein oder andere liebgewonnene aus dem Greawoida übernehmen bzw. mit umziehen.

    Ich denke hier zB. an die Anzeigetafel, ich würde mich freiwillig melden die Nummerntafeln zu wechseln :sunglasses:

    Wie seht ihr das? Noch andere Ideen?

    PS: ich sollte noch erwähnen das ich keinesfalls ein Stadionthemahardliner bin, ich unterstütze meine Löwen in jedem Stadion aber man hat halt seine Vorlieben ...
     

    Anhänge:

    MadMazn1860 gefällt das.
  2. harry60ush

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    18
    Das wird auch immer unsere Heimat bleiben, egal ob wir drin spielen oder nicht !!! In diesem Stadion sind unsere Löwen einst groß
    geworden, das bleibt, für immer !!
     
    MadMazn1860 gefällt das.
  3. OliverGriss

    OliverGriss Administrator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    4. November 2016
    Beiträge:
    53
    Zustimmungen:
    28
    Ich bin im Grünwalder auch groß geworden, hatte sogar das Vergnügen darin auch mal zu spielen. Aber: Vor ein paar Jahren wurde es für die Damen aus der Säbener Straße umgebaut. Das sollte man nicht vergessen.
     
  4. harry60ush

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    18
    Ich bin mit meinem Bruder über all die Bayernliga Jahre in der Westkurve Block J gestanden. Auch wenns sportlich meist sehr trist war, es war eine geile Zeit !!
     
  5. Youngblood

    Youngblood Junglöwe

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    153
    Zustimmungen:
    68
    Das sind Erinnerungen, die wir im Herzen mitnehmen.
    Aber um wieder groß werden zu können müssen wir alle mit dem modernen Fussball mitgehen. Deshalb befürworte ich die Idee sämtliche "Orginalteile" des GWS mit in unsere neue Heimat zunehmen. Wenn wir dann auch noch so eine Art Hall Of Fame der Löwen hätten... :handpointright: perfekter Ort für eine Zeitreise in die Löwengeschichte!
     
    MadMazn1860 gefällt das.
  6. ICFPFALZ

    ICFPFALZ Löwe

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    506
    Zustimmungen:
    316
    Als die Adler Mannheim in die SAP Arena umzogen, hat man dort in der Arena eine Fankneipe gebaut. Soweit nichts aussergewöhnliches aber die Kneipe trägt die alten Banden, ein Teil des alten Bodens, Strafbank noch so weitere Andenken an das alte Stadion. Halt im neuen Stadion eine Art GWS Fankneipe ausgestattet mit alten Teilen und vorzüglich deine Idee mit der Anzeigetafel
     
    MadMazn1860 und greawoida gefällt das.
  7. greawoida

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    6
    das ist natürlich eine extrem coole Idee, genau das meinte ich

    noch mehr Ideen?
     
  8. Brunt

    Brunt Kleinlöwe

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    49
    Zustimmungen:
    23
    Ja J Block war geil dort standen wir auch immer. Und manchmal bist in der 2 Halbzeit in die Ostkurfe "umgezogen" wenns falsch rum gespielt haben.
     
  9. WeissbierWaldi

    WeissbierWaldi Junglöwe

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    484
    Zustimmungen:
    170

    Gehört uns da noch was oder ist das alles Eigentum der Stadt ?
     
  10. IMMORTAL1860

    IMMORTAL1860 Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    901
    Zustimmungen:
    575
    Die Stadt München, in Form von OB Reiter, gab heute per Pressemitteilung bekannt, das der Ausbau des Grünwalder Stadions, auf eine Kapazität von 15000 Zuschauern, zur Saison 2018/2019 fix ist.

    Kurzfristig sollen in 2 Schritten, gesperrte Blöcke der West, Teilzugänglich gemacht werden. Hierbei handelt es sich um die Blöcke: J, F1 und F2.
    Die 2 Schritte benötigen keine Baugenehmigung und können während des laufenden Spielbetriebs durchgeführt werden.

    Diese 2 Schritte sind die Vorarbeit für den konkreten Ausbau auf 15000, inklusive Schallschutzmaßnahmen, zur Saison 2018/2019, der allerdings eine Baugenehmigung benötigt und nicht während des Spielbetriebs durchgeführt werden kann. Leider beinhaltet dieser nicht, die vollständige Sanierung der West samt Gastronomie.

    Was ist eure Meinung dazu?
    Ein erster Schritt in die richtige Richtung für eine Zukunft im “Sechzger“ oder schon das Maximum?
     
  11. bla1860

    bla1860 Junglöwe

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    339
    Zustimmungen:
    250
    Dürfte denke ich nicht sonderlich überraschend sein zu hören wie ich dazu stehe :wink:

    Für mich ein toller, wichtiger und absolut richtiger Schritt.

    In Sachen "Maximum" bleib ich dabei, dass immer "bisschen" was geht.
    Und wenn immer bisschen was geht.. dann geht in der Summe halt meist doch mehr als man erst gesagt und gedacht hat :wink:

    Ich würd jetzt mal nicht ausschließen, dass wenn das in der Rückrunde und zu Beginn der neuen Saison mit den 15.000 gut läuft man in einem Jahr dann doch über die 17.500 oder 18.000 diskutiert.

    Klar ist irgendwann ne Grenze erreicht.

    Aber ich glaube nicht, dass diese Grenze schon bei 15.000 liegt.
     
  12. tomandcherry

    tomandcherry Junglöwe

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    307
    Zustimmungen:
    259
    Ich hab's ja schon mal vor ein paar Wochen - nach dem Bayreuth-Heimspiel - hier in der Lounge geschrieben:

    Mir ist nach wie vor nicht klar, was genau denn solche "unlösbaren Probleme" rund um das GWS darstellen soll, um eine Kapazität von 30.000 +/- sicherzustellen?

    Ich war in meinen jüngeren Lebensjahren bei ausverkauften Spielen im Sechzger, da waren mehr als 30.000 drin und es gab auch keinen Mord und Totschlag, keine Brandstiftungen, Exzesse, Bürgerkrieg... Entschuldigung, aber so kommt mir diese "vorgeschobene Argumentation" gegen eine richtige Erweiterung des GWS immer vor.

    Klar ist es einerseits nett (aber auch nicht mehr als das...), dass man immerhin schon mal 15.000 Zuschauer erlauben wird. Aber das ist gerade mal die Hälfte der von mir beschriebenen 30.000 vor gut 20, 25 Jahren.

    Mir ist schon auch klar, dass heute wesentlich strengere Maßstäbe für Fußballstadien gelten, als das in der Vergangenheit war. Alleine die Auflagen der DFL für die Übertragungs-Technik sind nicht ohne. Das Parkplatzproblem wird auch gebetsmühlenartig wiederholt. Und dann natürlich die Lärmbelästigung für die bedauernswerten Anwohner, die zwar beinahe 24/7 den Lärm der vorbeifahrenden Autos, Busse, LKWs, Straßenbahnen... scheinbar geduldig ertragen können, aber wenn alle 14 Tage ein Fußballspiel im GWS stattfindet, ist der Lärm offensichtlich "unerträglich"?!?

    Ich bin garantiert kein 120 %-iger GWS-Fanatiker, der nichts anderes als die Kult-Spielstätte in Giesing akzeptieren könnte. Im Gegenteil. Ich war im GWS, im Oly und in der AA. Dort wo meine Mannschaft ihre Spiele, ihre Heim-Spiele, ausgetragen hat, war ich auch. Nachdem sich die AA ein für alle mal erledigt hat, das Oly auch nur eine wenig smarte Übergangslösung sein kann, verbleiben nur zwei Möglichkeiten, wobei ich eine davon ganz klar bevorzuge.

    Entweder baut man (wer?) ein nagelneues Stadion irgendwo "auf der grünen Wiese" oder man sorgt dafür, dass das altehrwürdige GWS Profifußball-tauglich wird und eine Kapazität von rund 30.000 Zuschauern bekommt. Ohne jetzt besonders bewandert im Baurecht oder bei Sanierungen alter Sportstätten zu sein, wieso kann man für einen Bruchteil der Summe, die ein neues Stadion kosten würde, das GWS nicht so aufpolieren, dass ca. 90 % der 60er-Fans halbwegs zufrieden damit wären? Die restlichen 10 % haben sowieso immer, überall und an jedem etwas auszusetzen. :wink:

    Ein Platz, der bereits mit einem Stadion besetzt ist, muss doch nicht zwangsläufig in die Breite ausgedehnt, sondern logischerweise nach unten/oben genutzt werden. Also könnte man den Rasen evtl. um ein paar Meter absenken und gleichzeitig eine Art zweiten Rang oberhalb der bislang vorhandenen Dächer (alte Haupttribüne bzw. Stehhalle) draufsetzen?

    Die Eingangssituation würde ich so lösen, wie es z.B. in Camp Nou in Barcelona der Fall ist: Jeder Block bekommt einen separaten und nur für diesen Block nutzbaren Zugang. Und Camp Nou steht auch mitten in der Stadt, allerdings mit "etwas" mehr Kapazität, als das GWS jemals haben wird.

    Nach wie vor hab' ich den Eindruck, dass der "doppelt rote" Herr Oberbürgermeister kein gesteigertes Interesse an einer Lösung hat, die mehr als die 15.000 Zuschauer-Kapazität umfasst. Wieso sollte er auch? 60 geht ihm am Ar*** vorbei, den Roten wird es sprichwörtlich "vorne und hinten reingeschoben" und das Oly, ja das gibt's halt auch noch.

    Wenn allen Ernstes echtes (!) Interesse bestehen würde, 60 in der Stadionfrage zu helfen und auch "Unmögliches möglich zu machen", dann wäre es schon längst geschehen, bzw. hätte man die Ampel bereits auf "Grün" geschaltet. So bleibt sie auf "Rot" und das ist alles, aber garantiert kein Zufall.
     
    IMMORTAL1860 gefällt das.
  13. bla1860

    bla1860 Junglöwe

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    339
    Zustimmungen:
    250
    Mal ne Frage die mir bisher noch niemand so wirklich richtig beantworten konnte:

    Warum ist es eigentlich so, dass sich die Anforderungen an die Stadien in den letzten Jahren so sehr verändert haben?

    Jahrzehntelang hat man keine Mindestkapazität für eine Liga gebraucht (meines Wissens nach).
    Jahrzehntelang hat man keine komplette Überdachung gebraucht.
    Usw.

    Was ist da der genaue Sinn dahinter.

    Gibt Punkte die ich verstehen kann. Rasenheizung ist so einer. Das macht natürlich schon Sinn.
    Aber gerade solche Punkte wie Kapazität und Dach verstehe ich nicht..

    Und @tomandcherry. Wie gesagt, ich kann mir nicht vorstellen dass 15.000 das Ende der Fahnenstange ist.

    Weiter gut benehmen, weiter zahlreich kommen, und die 18 - 20.000 sind schneller da als manch einer denkt.
     
    IMMORTAL1860 und tomandcherry gefällt das.
  14. Snoopy.

    Snoopy. Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    6. Februar 2017
    Beiträge:
    547
    Zustimmungen:
    550
    Das ist eine gute Frage, warum man das alles braucht, inkl. der 800 Quadratmeter freie Fläche. Mal gegenüber früher. Wenn man sich z.B. das WM Endspiel von 1954 ansieht, da sitzen die Zuschauer noch neben dem Spielfeldrad, halber Meter Platz oder so.

    Es liegt vielleicht auch daran, dass ein Fußballspiel eigentlich eine Eventveranstaltung geworden ist. Und der allgemeine Zuschauer hat ja auch entsprechende Ansprüche, was er vorfinden möchte, wenn er zu einer Veranstaltung geht. Vom Parkplatz am Besten neben dem Sitzplatz (wäre nicht so Autokino-Fußball-Stadion was?) bis hin zur Verpflegung. Dann noch trocken, möglichst nicht zu warm, damit die Schminke der Tussi neben einem nicht verläuft. Wenn du 36 Euro für Gegengerade im 2. Stock zahlst dazu noch 10 Euro für die Tiefgarage nebenan, dann willst du halt auch was geboten bekommen. Und schon gar nicht im Regen wie ein begossener Beagle da stehen.

    Es gibt viele Vorschriften, auch in anderen Bereichen, die eigentlich völlig Banane sind und schwer zu verstehen. Dazu kommt halt noch, dass die Bundesliga ein doch nicht gerade völlig unbeachtetes Produkt ist, nicht nur in Deutschland. Da machen sich natürlich solche Stadien besser, als irgendwelche zusammengetrampelten Ruinen.

    Und: die übergeordneten Instanzen, von der UEFA bis zur FIFA haben da ja auch so ihre Vorstellungen, wie ein Stadion zu sein hat, damit die noblen Herren in der Sänfte zum beheitzen Sitzplatz getragen werden können. Überspitzt gesagt. Einige dieser Vorschriften könnte man ja verstehen, wenn man international auf höchsten Ebenen spielt, was ja eh nur eine geringe Elite darstellt.

    Ob es jetzt wirklich 18-20T im GWS werden bleibt abzuwarten, jetzt sollten wir erst mal froh sein, dass sich da überhaupt was bewegt. Nicht gleich beim kleinen Finger nach dem ganzen Arm schnappen. Vor allem, da ja eh kein Geld vorhanden ist und somit die Stadt die Kosten vermutlich tragen wird, wobei ja da nicht nur der TSV von profitiert, wie zu lesen war. Aber wir profitieren am Meisten davon, weil bei uns ist zumindest im Moment noch die Hütte voll.
     
    IMMORTAL1860 und tomandcherry gefällt das.
  15. bla1860

    bla1860 Junglöwe

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    339
    Zustimmungen:
    250
    Auf die Gefahr hin zu sehr in den OT Bereich abzudriften..

    Ist das nicht größtenteils, auf gut deutsch gesagt, kacke?

    Es gibt ja Dinge die ich okay und nachvollziehbar finde.

    Dass der HSV nicht auf ewig im alten Volksparkstadion spielt ist klar.
    Dass die Gladbacher nicht für immer auf ihrem Bökelberg spielen können, auch okay.
    Dass sich die Roten als europäisches Spitzenteam die Arena hinstellen und aus dem Oly rauswollen, auch verständlich.

    Aber wieso jetzt zB Darmstadt das Böllenfalltor plötzlich komplett überdachen muss?
    Warum der Wildpark vom KSC nicht mehr zweitligatauglich sein soll?
    Warum im Osten (Aue, Erfurt, Chemnitz, Zwickau, etc) plötzlich alle Stadien auf exakt die gleiche Weise umgebaut und modernisiert werden müssen..

    Ich verstehe es einfach nicht.

    Da gehts ja dann nicht wirklich um das "Produkt Bundesliga" welches omnipräsent ist und daher bestmöglich und in Hochglanz vermarktet werden muss.
    Als ob es irgendjemand in den USA oder in Fernost interessiert wie bei Darmstadt vs Sandhausen oder Chemnitz vs Wehen das Stadion im Hintergrund ausschaut.
    Kann mir auch nicht vorstellen, dass der gemeine Auer oder Darmstädter Durchschnittsfan der es seit Jahrzehnten nicht anders kennt plötzlich so bequem und anspruchsvoll geworde ist, dass ihn kein Tropfen Regen treffen darf und garantiert sein muss dass er von Auto zu Platz nicht länger als 10 Minuten braucht.

    Ich finde man nimmt mit der ganzen Entwicklung und den immer mehr werdenden Vorschriften und Regeln dem Fußball einiges an Flair.

    Böllenfalltor ist da iwie immer mein Lieblingsbeispiel.
    Ein sau geiles Stadien, dem man gerade die Seele raubt.
    Modernisierung, gerade wenn Einsturzgefahr oder ähnliches besteht, is ja nicht das Thema.
    Aber diese in meinen Augen wirklich unnötigen Sachen wie eben.. Stadion muss komplett überdacht sein, das hier muss haargenau hier und jenes haargenau dort sein.. in meinen Augen ist das unsinnig und schlicht Schikane.

    Am Ende haben die großen Vereine alle die mehr oder weniger gleiche 50 - 70.000 Mann Arena, die mittelgroßen Vereine haben alle den 30.000 Mann Kasten den Augsburg und Dresden haben. Und die kleineren Vereine haben ihr knapp 15 - 20.000 fassendes Playmobil Baukasten Stadion wie es gerade in Chemnitz, Aue, Erfurt und Co hergestellt wird und in Ingolstadt seit Jahren steht.

    Ich weiß übrigens nicht wie das in anderen Ländern ist, aber in Spanien fällt mir das auch immer mehr auf.
    Bilbao und Atletico Madrid hatten mit die geilsten Stadien in Europa. Jetzt spielen sie beide auch in ner langweiligen aber natürlich "superschicken" und hochmodernen Arena wie alle anderen auch.

    Gut, dass ist ne ander Größenordnung. Aber auch hier verstehe ich nicht warum Atletico und Bilbao ihre Stadien die in ganz Europa berühmt und berüchtigt waren aufgeben nur weil die neuen vlt ein schickeres Restaurant, beheizte Sitze oder von mir aus ein Bälleparadies für die Kinder haben...

    Traurige Entwicklung in meinen Augen.

    Sorry für OT.

    Ihr könnt dann gerne wieder bei 60 und GWS weitermachen :wink:
     
  16. Snoopy.

    Snoopy. Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    6. Februar 2017
    Beiträge:
    547
    Zustimmungen:
    550
    IMMORTAL1860 und tomandcherry gefällt das.
  17. tomandcherry

    tomandcherry Junglöwe

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    307
    Zustimmungen:
    259
    @Snoopy. & bla1860

    Zunächst mal Danke für den interessanten Link zum "Bölle", Snoopy.

    Darin wird eine der grundsätzlichen "Problematiken" bezgl. der neuen "Stadion-Kultur" bereits recht deutlich aufgezeigt. Die DFL zwingt den Profi-Vereinen praktisch eine Art "Mindeststandard" für das jeweilige Stadion bzw. die neue Arena (würg) auf. Nach dem Motto: "Wenn Du schon in den erlauchten Kreis der 36 Profi-Vereine gehören willst, dann musst Du aber in der passenden Abendgarderobe zum Ball erscheinen." Und viele Vereine lassen sich m.M. nach nur allzu gerne auf dieses Spielchen ein. Warum auch nicht? Man möchte doch schließlich zeigen, was man hat bzw. dass man es mit anderen Vereinen in der selben Spielklasse aufnehmen und auch so ein "Schmuckkästchen" hinstellen kann.

    Ganz ehrlich: Ich hätte ebenfalls nichts dagegen, wenn das GWS ordentlich und sinnvoll saniert, renoviert, aufgehübscht würde, am Ende eine Kapazität von 30.000 +/- rauskäme und es komplett überdacht wäre.

    @bla1860

    Wie ich schon schrieb, begann mein Fan-Dasein bei 60 München logischerweise im GWS der späten Siebziger. War das ein Erlebnis! War das eine Stimmung! Mit Worten kaum zu beschreiben. Ich damals zehnjähriger Stopsel war zum ersten (und nicht zum letzten!) mal in einem "richtigen Fußballstadion" und nicht nur an der Bezirkssportanlage, auf der mein Vater gerade für den FC Eintracht München auflief. (Genau die, gegen die wir in der Vorbereitung so treffsicher waren. :wink: ) Ein Stadion mit Eingangstoren, Tribünen, Steh- und Sitzplätzen, Würstlbude, Bierständen, einem ganz bestimmten Geruch aus Bratwurst, Bier, Schweiß..., und diesem nicht näher zu definierendem Flair. Einfach traumhaft.

    Wenn es jedoch die realistische Möglichkeit gäbe, aus dem "kaputtsanierten" GWS ein schönes Stadion, das den heutigen Ansprüchen genügt und trotzdem ein bisschen von seiner Atmosphäre behält, zu machen, wäre ich einfach nur glücklich. Der Besuch gegen Bayreuth hat mir wieder mal gezeigt, dass Fußball in einem kleinen, recht engen Stadion mir mehr Spaß macht, als in einer vollkommen überdimensionierten Arena.

    Dass die Zeit nicht stehenbleibt und es überall "moderner", "fortschrittlicher", "technischer" usw. wird, ist leider nur sehr schwer bzw. häufig gar nicht zu verhindern. Ich könnte jetzt das Beispiel mit dem Telefon nennen. Als ich in den Siebzigern mein erstes Löwen-Spiel sehen durfte, besaß meine Familie ein graues Wählscheiben-Telefon der Bundespost. Im Laufe der Jahre/Jahrzehnte wurden daraus ein moosgrünes Telefon mit Tasten, ein schnurloses Telefon, ein neueres schnurloses Telefon, das nächste schnurlose mit Anurfbeantworter-Funktion usw.

    Es wird nach wie vor die ein oder andere betagte Person geben, die noch ein graues Wählscheiben-Telefon am Analog-Anschluß der Telekom (Rechtsnachfolger der Bundespost, Geschäftsbereich Telekommunikation) besitzt und damit vollkommen zufrieden ist. Aber geschätzte 98,5 % der Bevölkerung sind digitalisiert und nutzen schnurlose Telefone an einem (V)DSL-Anschluß. Und sehr viele Telefonanschlüsse sind nicht mehr bei der Telekom registriert, sondern bei x anderen Wettbewerbern, die im Laufe der Jahrzehnte den ehem. Monopolisten abgelöst haben.

    Was ich damit sagen will: Die Zeiten haben sich einfach geändert. Das Freizeitverhalten der Menschen sowieso. Die Stadien tragen dieser Entwicklung Rechnung und werden "innovativer","multifunktional", "familientauglicher", "bequemer"...

    Dass dies dem ein oder anderen (u.a. auch Dir, bla1860) nicht gefällt, ist zwar einerseits nachvollziehbar, lässt jedoch den anhaltenden Trend zur Modernisierung der alten Stadien nicht aufhalten.

    Und was spräche z.B. gegen eine Komplettüberdachung des GWS, wenn es im Rahmen einer Generalsanierung stattfinden würde?
     
    IMMORTAL1860 gefällt das.
  18. IMMORTAL1860

    IMMORTAL1860 Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    901
    Zustimmungen:
    575
    Richtig gute Diskussionsrunde.

    Finde auch das es nicht zu OT geht, weil wie mein Kollege schon sagt, das uns und as Sechzger auch betrifft.

    Ich persönlich seh das eigentlich, mit einem Mix aus allem von euch.

    Ich kann auf der einen Seite verstehen, das solche - zum Teil lächerlichen - Auflagen, Vereine unter Druck setzen, eine Lösung zu erzwingen und das manche Anhänger an dem traditionellen bzw gewohnten Bild, ihres „Wohnzimmer‘s“ hängen mit all seinem Charme und Erinnerungen und sie sowas wenig stört.

    Ich kann aber auch die andere Seite verstehen, die einen einheitlichen Standard setzen möchte für Teilnahme in ihrer Liga und der dazugehörigen Vermarktung, TV Präsenz etc. Desweiteren kann ich auch die Zuschauer verstehen, die nicht der „harte Kern“ sind und im Jahr 2017 einfach nicht mehr Nass werden und frieren wollen, wenn sie gutes Geld für einen Sitzplatz zahlen( nur ein Beispiel jetzt). Auf die Logen und Sponsoren Thematik geh ich jetzt garnicht ein, das dürfte selbsterklärend sein.

    Da prallen einfach unterschiedliche Herangehensweisen, Ansichten und Bedürfnisse aufeinander.

    Ich denke, eine Art Mittelweg, wäre wohl das Beste.

    Was ich gern noch in die Runde werfen würde an dem Beispiel von Darmstadt:

    Es heißt ja sie haben Auflagen für die Stadioninfra bekommen seitens der DFL. Glaubt ihr wirklich, nehmen wir mal an Darmstadt will oder kann das nicht umsetzen, das die DFL da was machen würde, Sprich: Geld Sanktionen,Punktabzug - bis hin zum Auschluss aus der Liga oder Beispielsweise kein Aufstieg möglich?
    Ich kann mir nicht vorstellen das die Liga sich das Imagemäßig leisten könnte.
    Mir ist jetzt auch kein derartiger Fall bekannt - euch?
     
    tomandcherry gefällt das.
  19. tomandcherry

    tomandcherry Junglöwe

    Registriert seit:
    7. Februar 2017
    Beiträge:
    307
    Zustimmungen:
    259
    In der Tat. So gefällt's mir, so darf's ruhig bleiben. :wink: Gar kein Vergleich mit den Krawallbrüdern auf der Main-Site.

    Auch bei den Stadien gilt: "Wer zahlt, schafft an."

    Die TV-Verträge sind mittlerweile in Größenordnungen, dass die jeweiligen Rechte-Inhaber mit einer gewissen Selbstverständlichkeit die für sie und ihr Produkt (also die bestmögliche Vermarktung für den höchstmöglichen Gewinn durch Werbung usw.) optimalen Bedingungen einfordern können.

    Da sind dann halt zwanzig (einfach mal von mir angenommene Zahl, k.A. ob's stimmt) Kameras pro Stadion das Mindeste, damit man jeden Ersatzbank-Spieler beim Nasen bohren oder Sack kratzen in Ultra-HD aufnehmen kann. Die Präsenz der jeweiligen Werbepartner muss gewährleistet sein, denk' mal an die ach so tollen Interviews in den dafür zu schaffenden Zonen. Im Hintergrund immer eine Wand mit x Firmen-Logos, die dadurch "Gegenwert für's Geld" erhalten.

    Genau. Da wird so eine Art "corporate indentity" durch die DFL vorgegeben. Es kann schließlich nicht sein, dass bei einem Interview aus dem "Signal Iduna-Park" in Dortmund bessere Rahmenbedingungen herrschen, als bei einem ähnlichen Gespräch aus der "Allianz Arena" zu München.

    Nur: Wie soll der aussehen? Ein Mittelweg heißt im Klartext, dass beide Seiten ein wenig von ihren jeweiligen Vorstellungen aufgeben müssten. Und diejenigen, die einen schönen Batzen Geld für die Übertragungsrechte hinblättern und damit ja auch für den Reichtum der Vereine (mit- )verantwortlich sind, werden immer versuchen, das Maximum herauszuholen. Was m.E. auch nachvollziehbar ist. Wäre ich ein Verantwortlicher eines TV-Senders, der für ein paar Jahre die BuLi-Übertragungsrechte teuer bezahlt, würde ich ebenfalls einen Forderungs-Katalog auf den Tisch legen und auf deren strikte Einhaltung pochen.

    Daher verweise ich wieder auf "Wer zahlt,..."

    Also mir ist ebenfalls kein derartiger oder ähnlich gelagerter Fall bekannt, dass einem Verein seitens DFL wegen "Infrastruktur" Punkte abgezogen worden wären. Derartige Sanktionen kenne ich eigentlich nur bei den sog. "Lizenzauflagen, die nicht erfüllt wurden".

    Allerdings stelle ich mir es so vor, dass jeder (!) Verein mit gewissen Profi-Fußball-Ambitionen seinen Teil dazu beitragen möchte, einerseits den DFL-Auflagen in der geforderten Art und Weise nachzukommen und auf der anderen Seite auch seinen Fans und Geldgebern "etwas mehr bieten möchte".

    Im Fall von Darmstadt 98 und dem Bölle wäre das u.U. die Schaffung von Logen, Business-Seats, Loungen für Kontaktpflege der regionalen Unternehmen, etc. Andererseits sollen halt auch der Papa mit der Mama und der Sohnemann und das Töchterchen zukünftig auf den bequemeren Sitzplätzen der Gegengerade unter dem Dach für rund 40,00/Ticket sich wohlfühlen und nicht gemeinsam im Regen in der unüberdachten Kurve für 'nen Zehner pro Nase bibbern müssen.

    Fußball, speziell Erst- und Zweitliga-Fußball, sind schon längst weit über das Stadium "Unterhaltung für die Arbeiterklasse" hinaus.

    Ich hab' mir früher ebenfalls einen Stehplatz im Grünwalder für zehn Mark gegönnt und war vollkommen zufrieden. Als dann der Aufstieg von der Bayernliga in die Zweite Liga realisiert war, haben wir uns - eine Gruppe von ca. acht bis zehn Typen - für einen Sitzplatz in der alten Stehhalle entschieden. War zwar deutlich teurer, dafür aber der unschlagbare Vorteil, dass man einen festen Platz hatte und im Extremfall halt erst kurz vor Anpfiff im Stadion war, aber trotzdem seinen Platz bekam. Wäre auf den Stehplatz-Rängen nicht mehr möglich gewesen, weil's dort ein- bis eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff schon brechend voll war.

    Im Endeffekt müssen wir damit klar kommen, dass der Kommerz den Sport im allgemeinen und den Fußball im speziellen dominiert und fest im Griff hat.

    Das mag man gut oder schlecht finden, ändern können wir daran nichts mehr.
     
  20. Snoopy.

    Snoopy. Moderator
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    6. Februar 2017
    Beiträge:
    547
    Zustimmungen:
    550
    Fußball - also der profihafte - ist Business. Es sind im Grunde Unternehmen, die ihr Produkt an den Mann (oder Frau) bringen wollen. Und das Produkt ist nur dann gut, wenn es nicht nur erfolgreich ist, sondern auch eine entsprechende Umgebung bietet, wie jetzt schon mehrfach gesagt. Dieses Business lebt vom Business mit den Logen. Ich muss hier mal Uli Hoeneß ins Gedächtnis rufen mit seiner Aussagen "Damit ihr für 7,50 Euro in der Kurve stehen könnt, ziehen wir denene mit den Logen das Geld aus der Tasche" (oder so ähnlich).

    Da kommt das Geld quasi her. Von den Business-Partnern, von den Sponsoren und von denen, die sich halt eine Loge leisten können. Das wird allerdings von der einen oder anderen Firma auch dazu genutzt, um vielleicht mit ihren Business-Partner ins Geschäft zu kommen oder sonst eine Beziehung zu denen ihren Partnern aufzubauen. Ich selbst war gegen Nürnberg vor ein paar Jahren in der Alianz Arena auf Einladung von Antenne Bayern - genauer gesagt die Marketing, aber es war für zwei Personen.

    Ein Sponsor will halt nicht seine Gäste im Zeltdach oder in einem mit Folie überklebten Container empfangen, der nach McDonalds und Hüttengaudi aussieht. Dieser will seinen Gästen ja auch was bieten, angefangen vom Essen bis hin zum Bier im Glas, das noch ohne Laufwege und ohne Berührung mit der "minderen Fangesellschaft auf den billigen Plätzen".

    Ein Verein lebt heuzutage von den TV-Geldern, Sponsoren und Partnern. Wenn er Glück hat, hat er auch ein Stadion mit entsprechender Infrastruktur, was dann nachfolgend - bei entsprechendem Erfolg - auch den einen oder anderen dazu bewegen könnte (Firmen) da auch mal Geld in die Hand zu nehmen. Es ist irgendwo schon ein Rattenschwanz, den so ein Stadion hinter sich herzieht.

    Das Grünwalder ausbauen, wie Tom sagt, wäre schon was, würde mir auch gefallen. Nur: wer soll das bezahlen? wer hat so viel Geld? Wer hat so viel Pinkepinke? Wer hat so viel Geld? (Gus Backus glaube ich hat das gesungen). Es steht jedenfalls eines mit Sicherheit fest: der TSV 1860 hat weder das Geld noch die Pinkepinke. Der Investor hätte es vielleicht noch, wobei ... bei so 400-500 Mio. laut Forbes ... Mal abgesehen davon, dass ich schon dumm-dämlich-idiotisch sein muss, das Teil - das der Stadt gehört - zu renovieren und das auf meine Kosten. Schon gar nicht, wenn die roten das Stadion auch nutzen. Hab noch nirgendwo mal gelesen, dass die da mit finanzieren sollen / können.

    Die Stadt München könnte, wenn sie wollte. Mit Steuergeldern. Damit wir dann im Schwarzbuch laden oder so was - keine Ahnung. Aber das Ding auf Hochglanz zu polieren wird - selbst wenn die Stadt das bezahlen würde (wovon ich nicht ausgehe) - ein steiniger Weg. Wenn sich Leute schon über die Geruchbelästiung einer Bäckerei aufregen und dagegen klagen oder über Kuhglocken, Kirchturmglocken ... Aber davor wird die Stadt schon einen Stich ziehen, hat sie ja eigentlich schon auch.

    Wir stehen im Grunde bei Null. Dürfen zwar für 8,5 % der Einnahme (so aus dem Kopf) in dem Stadion unseren Fußball zeigen, wenn's dunkel wird wir am Montag kostet uns die Festtagsbeleuchtung 650 Euro zusätzlich, sind eigentlich zurück in der Heimat, aber so richtig heimisch fühlt man sich dennoch nicht. Weil's halt auch nicht mehr so ist wie es früher mal war und man die Probleme sieht, die es gibt, um es wieder so zu machen wie früher. Nur, wie Tom auch schon gesagt hat, you can't turn back the time, auch wenn es laut Einstein möglich wäre.

    Das Grünwalder kann nur eine Übergangslösung sein. Sozusagen ein Provisorium - aber wie so oft bleiben diese Provisorien über Jahre bestehen. Sportlich müssen wir erst mal nach oben kommen. Das wir die Relegation spielen werden - da bin ich beim Kollegen aus Berlin, das werden wir. Wie es ausgeht wird man sehen, im Moment nach den letzten Spielen kannst du darauf eigentlich keine Antwort haben. Dann haben wir 3. Liga. Wird nicht wirklich einfacher, denn so "leicht" wie wir jetzt die Punkte bisher eingefahren haben, wird es dann wohl nicht mehr. Aber über allem schwebt nach wie vor das Schwert des Damokles. Und dieser ist alles andere als einschätzbar, noch zuverlässig.
     

Diese Seite empfehlen